. Outsourcing BPO Personalabrechnung BPO Finanzen Rightsourcing Rettungspaket für Projekte Fachwortkatalog Unternehmen Kontakt-Formular Impressum Home >> Glossar >> KPI / Performance Erläuterung zum Thema KPI’s im Personal- & Rechnungswesen Definition laut DIN SPEC 1041 Stand 05/2010: "Indikatoren, die helfen, den Fortschritt oder Erfüllungsgrad wichtiger Zielsetzungen bzw. zu erbringender Leistungen zu messen Anmerkung: Sie werden in Outsourcingverträgen zum Nachhalten von Service Level Agreements festgehalten." KPI's sind also Leistungskennziffern bzw. Messwerte der Leistungserreichung. Diese Kenngrößen sind dabei möglichst drei- dimensional auszugestalten. Das heißt, Zieldefinition und Erfolgsmessung sind hinsichtlich Zeit, Menge und Qualität, festzulegen. Die Definition von Performance-Kenngrößen birgt durchaus das Potenzial für Missverständnisse und unterschiedliche Erwartungshaltungen zwischen dem Outsourcing-Geber und dem Outsourcing-Nehmer (Provider). Ist zum Beispiel der Zeitraum für die Erfassung und Verarbeitung eines Beleges mit durchschnittlich fünf Tagen definiert, hat der Provider das Recht, die Hälfte der Belege (zum Beispiel aus der Kategorie einfach und leicht bearbeitbar) innerhalb eines Tages und die andere Hälfte der Belege innerhalb von neun Tagen fertigzustellen. Hilfreich kann es daher sein, einen Maximalwert einzuführen. Zum Beispiel: "Bearbeitung innerhalb von vier Tagen, aber spätestens am fünften Tag…". Hinsichtlich der Qualität ist es ebenfalls zu einseitig, die Richtigkeit der Belegerfassung ausschließlich in Prozent anzugeben. Heißt zum Beispiel eine Beleg-Kennziffer: "99 Prozent der Belege müssen korrekt erfasst sein", kann das für den Provider bedeuten, dass ein Beleg von 100 Belegen falsch erfasst sein darf. Es bedeutet aber nicht, dass nur ein Feld auf dem Beleg falsch erfasst sein darf.   Eine andere Interpretationsmöglichkeit eröffnet sich, wenn die vereinbarten 99 Prozent nicht auf Belegebene sondern auf Feldebene gemessen werden. Bei der Erfassung von Belegen mit durchschnittlich 10 erfassungspflichtigen Feldern, unterschreitet der Provider die einprozentige Fehlerrate auch dann, wenn er von 100 Belegen mit jeweils 10 Feldern, 9 Felder falsch erfasst (9 von 1.000 erfassten Feldern = 0,9 Prozent Fehlerrate). Diese neun Felder müssen sich dabei nicht auf ein und derselben Rechnung befinden, sondern können durchaus über neun verschiedene Rechnungen verteilt sein. Dies entspräche nach unseren Vorstellungen jedoch einer Fehlerrate von 9 Prozent, da ja 9 von 100 Rechnungen nicht fehlerfrei sind… Also aufgepasst bei der Definition von Leistungskennziffern! Darüber hinaus drängt sich die Frage auf, ob der Gesetzgeber uns eigentlich wirklich eine Fehlerrate für die Richtigkeit der Buchhaltung einräumt, oder ob wir nicht tatsächlich 99 Prozent Qualität einkaufen, aber selber 100 Prozent liefern müssen? Die Antwort darauf ist ziemlich einfach: Als Auftraggeber muss unser internes Kontrollsystem (IKS) so ausgestaltet sein, dass wesentliche Risiken für die Richtigkeit der Buchführung erkannt, verhindert und aufgetretene Fehler rechtzeitig korrigiert werden können. Das heißt, unser IKS muss angemessen und wirksam auf die besondere Situation des Outsourcings ausgerichtet sein. Praktisch bedeutet dies allerdings, dass wir unserem Provider eine Fehlerquote gemessen an der Menge der Belege einräumen können, aber gleichzeitig durch Wertgrenzen, Freigabe- und Stichprobenverfahren die ordnungsgemäße Abbildung unserer Geschäftsvorfälle sicherstellen müssen. Für verbindliche Informationen konsultieren Sie hier bitte Ihren Wirtschaftsprüfer und/oder Rechtsanwalt. Den vollständigen Fachwortkatalog Personal- und Rechnungswesen im pdf-Format übersenden wir Ihnen gerne per E-mail. Ihre Vorschläge, Anmerkungen und Ergänzungen senden Sie an glossar (at) resourcebridge.de. Wir freuen uns auf Ihr Feedback. (C) KPI steht für Key Performance Indicator und betrifft Kennzahlen der Leistungsmessung, des Leistungscontrolling, der Erfolgskontrolle bzw. der Zielerreichung KPI auch Performance Kennzahl © Mich beschäftigt das Thema Performance. Ich interessiere mich daher für eine(n) individuelle(n):  Ich bevorzuge das Telefon. Dieser Fachwortkatalog dient der allgemeinverständlichen Erklärung typischer im Outsourcing von Personal- und Finanzprozessen anzutreffender Begriffe, Wortkombinationen und Abkürzungen. Die individuellen Erläuterungen zum Markt basieren auf Erfahrungen der ResourceBridge mit Kunden, Interessenten und vielen  Providern. Dieser Katalog erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Fehlerfreiheit. Er unterliegt ständigen Änderungen und Erweiterungen an denen Sie sich gerne beteiligen können. glossar (at) resourcebridge.de home