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Home >> Glossar >> Service-Optimierung
Erläuterung Service-Optimierungen im
Personal- & Rechnungswesen
Service-Optimierung in bereits bestehenden Outsourcing-
Verhältnissen hat das Ziel, nachträglich die Bedingungen für die
Zusammenarbeit zwischen Dienstleistern und Kunden anzupassen
und damit die Basis für eine nachhaltige Partnerschaft zu legen.
Die Optimierung von bestehenden Verträgen sollte dabei einem
klaren Phasenkonzept folgen:
1.
Evaluation
d.h. Bereiche der Unzufriedenheit identifizieren
(Erwartungslücke), Ursachen analysieren und Auswirkungen
messen und dokumentieren
2.
Definition
d.h. organisatorische und regulatorische Maßnahmen entwerfen
3.
Preparation
d.h. Änderungen und Anforderungen mit dem Provider
optimieren, Rahmenwerke und SLA anpassen
4.
Transformation
d.h. neue Bedingungen umsetzen und den Erfolg überwachen
Die Phase Evaluation umfasst eine strukturelle GAP-Analyse und die
Untersuchung konkreter Beeinträchtigungen und Erwartungslücken,
die vom bestehenden Qualitätssicherungsverfahren (soweit
installiert) nicht ausreichend erfasst werden und damit nicht
Gegenstand eines Änderungsprozesses (soweit installiert) werden
können.
Ursache möglicher Abweichungen zwischen Erwartungshaltung bei
Auslagerung und tatsächlich empfundener Service-Qualität ist oft die
Annahme der auslagernden Unternehmen, dass ihre vermeintlich
einzige Aufgabe darin besteht, ein angemessenes Auswahlverfahrens
durchzuführen. Darüber hinaus gehen sie davon aus, dass die
passenden Rahmenbedingungen vom Service-Provider "frei Haus"
mitgeliefert werden.
Nimmt beispielsweise während der Vertragslaufzeit die Rückfrage-
häufigkeit bei der Belegbearbeitung zu und belastet damit die in-
ternen Ressourcen stärker als geplant, besteht eine konkrete
Beeinträchtigung. Sollte die Kennziffer "Rückfragehäufigkeit" nicht
Bestandteil des Standardreportings des Dienstleisters sein, oder die
empfundene Veränderung nicht wiedergeben, ist es Aufgabe des
auslagernden Unternehmen, die Anzahl der Rückfragen selber zu
dokumentieren - inklusive der Ursachen für die jeweiligen
Rückfragen.
Einige Fälle werden wahrscheinlich ergeben, dass sich Mitarbeiter im
eigenen Unternehmen nicht an die vereinbarten Vorgaben gehalten
haben und daher eine Rückfrage vom Provider notwendig war. Die
sich daraus ergebenden Maßnahmen betreffen insofern hauptsächlich
die Abläufe und Regeln im eigenen Unternehmen.
In anderen Fällen kann die Anzahl und die Art der Rückfragen
eindeutig mit einem Wechsel des zuständigen Sachbearbeiters auf
Seiten des Service-Providers in Verbindung gebracht werden. Was bei
einem einmaligen Vorkommen meist tolerierbar erscheint, kann bei
wiederholter Notwendigkeit zur Einarbeitung eines neuen Service-
Mitarbeiters zu messbaren Performance-Einbußen im eigenen Un-
ternehmen führen.
Im Ergebnis der Evaluierungsphase sollte eine Übersicht der offenen
Punkte und ihrer Auswirkungen beziehungsweise Risiken vorliegen.
Bei konkreten Auswirkungen sollten diese mit Beispielen und
Messergebnissen belegt sein.
Nachdem die wesentlichen Einflussfaktoren evaluiert - das heißt
aufgenommen, dokumentiert und bewertet wurden - ist es
Gegenstand von Phase II "Definition", die fehlenden
organisatorischen und regulatorischen Rahmendbedingungen
vorzubereiten. Laut Rightsourcing-Konzept gelten für eine
nachhaltige Geschäftsbeziehung im Outsourcing folgende wesentliche
Erfolgsfaktoren:
1.
Inhouse-Koordinator mit Fachkenntnissen der ausgelagerten
Prozesse, zur Steuerung des externen Dienstleisters und als
zentraler Ansprechpartner für alle internen Anfragen
2.
persönlicher Ansprechpartner beim Lieferanten, der die
providerinterne Kommunikation für den Kunden verantwortet
3.
effizientes Change Management für durch den Kunden oder den
Provider veranlasste Prozessanpassungen
4.
ausgereiftes Problem Management für die nachvollziehbare und
lösungsorientierte Beseitigung von Störungen
5.
aussagekräftiges Reporting des Lieferanten
6.
zielorientiertes Controlling der vereinbarten Erfolgsgrößen des
Kunden; Kenngrößen sind dabei möglichst drei-dimensional
auszugestalten, also nach Zeit, Menge und Qualität.
In Phase III "Preparation" wird die Umsetzung der einzelnen
Maßnahmen gemeinsam mit dem Provider vorbereitet.
Erfahrungsgemäß erleichtern übersichtliche Strukturen, eindeutige
Rahmenbedingungen, Änderungsverfahren und Kommunikationswege
dem Provider die Erbringung seiner Dienstleistung. So ist eine
proaktive Zusammenarbeit bei der Umsetzung der geplanten
Anpassungen zu erwarten. Hinsichtlich SLA-relevanter Änderungen ist
es nicht nur notwendig, zu einer einmaligen Änderung zu kommen.
Ziel sollte es sogar sein, die Prüfung und Anpassung mit dem
Provider in einem regelmäßigen Turnus, zum Beispiel einmal jährlich,
zu vereinbaren.
Abschließend werden in Phase IV "Transformation" die
vereinbarten Änderungen in die Praxis überführt und der Erfolg der
Maßnahmen überwacht.
Den vollständigen Fachwortkatalog Personal- und Rechnungswesen im
pdf-Format übersenden wir Ihnen gerne per E-mail.
Ihre Vorschläge, Anmerkungen und Ergänzungen senden
Sie an glossar (at) resourcebridge.de.
Wir freuen uns auf Ihr Feedback.
Service-Optimierung im Outsourcing steht für die Anpassung
bereits bestehender Outsourcing-Verträge auf sich
verändernde Anforderungen.
Service-Optimierung
©
Mich beschäftigt das
Thema Optimierung.
Ich interessiere mich
daher für eine(n)
individuelle(n):
Ich
bevorzuge
das Telefon.
Dieser Fachwortkatalog dient der
allgemeinverständlichen Erklärung
typischer im Outsourcing von
Personal- und Finanzprozessen
anzutreffender Begriffe,
Wortkombinationen und
Abkürzungen. Die individuellen
Erläuterungen zum Markt basieren
auf Erfahrungen der ResourceBridge
mit Kunden, Interessenten und
vielen Providern.
Dieser Katalog erhebt keinen
Anspruch auf Vollständigkeit und
Fehlerfreiheit. Er unterliegt
ständigen Änderungen und
Erweiterungen an denen Sie sich
gerne beteiligen können.
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(C)
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